verhinderungsberlinale

für mich: die enorme verhinderungsberlinale. filme verhindern. aber als ich vor einigen tagen immer noch kaum was gesehen hatte, nur, wenn ich überhaupt da war, leute gesehen oder gesprochen, über den market spaziert war, bzw. jetzt am market entlang, an den containern vorbei, die wildbunch schon letztes jahr bespielten, diesmal sogar mit us-filmkulisse davor (chevvy + schrottplatz + filmlicht — dann drehte sogar, als ich da war, tatsächlich jemand davor irgendwelche werbefilmbilder mit model) + drinnen ganz befriedigt war, weil man mir den promotrailer des sich noch in der postproduction befindenden neuen films von michel gondry gezeigt hat: reine erwartung. er sah toll aus, tokyo, dreckige version, person, die wie gespenster, in den zwischenräumen zwischen häusern, mülltonnen, garagen wohnen + verschwinden. sah schnell, rasant, animiert (die figuren werden plötzlich 2dimensional, wenden sich wie blätter im wind + sind plötzlich weg). mir wurde klar, wie stark die berlinale für mich sich immer dann toll war, wenn sich eine hohe erwartung mit deren einlösung traf. aber das erste glied der kette ist mindestens so wichtig wie das zweite. das waren in den letzten jahren auch oft filme aus berlin, nicht weil es die besten sind, sondern weil ich vorgängerfilme kenne, oder weil ich gespannt bin, wie sich bestimmte ansätze entwickeln. so wie ich es super interessant fand, wie jemand wie barbara albert nach nordrand, den ich sehr sehr gut fand, einen weiteren film macht. und entsprechend war dann böse zellen, der nachfolge-film eine angenehme enttäuschung, weil er nicht so gut war wie nordrand, aber mit den imaginierten flugzeugkatastrophen etc wirklich viel versucht. eine bewegung von film zu film, die ich sonst oft vermisse + auch im neuesten barbara albert film >fallen< auch wieder eher zurückgegangen ist. solche erwartungen gab es dieses jahr weniger bei der berlinale. weniger für mich. interessanterweise lagen dieses mal die grössten erwartungen im forum expanded. der neue film von deborah schamoni + judith hopf the dead devils club, susanne sachsse im neuen film von keren cytter.


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